Tradition leben, nicht nur trainieren!

Ein Ort für echte japanische Kampfkunst und kulturelle Tiefe mitten in Wien.

Was ist Hagunkai?

 Traditionelle japanische Kampfkünste sind in Österreich nach wie vor eine Rarität – und wenn sie angeboten werden, fehlt es oft am tieferen kulturellen Verständnis. Genau hier setzt Hagunkai an: Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die japanischen Kampfkünste in ihrer ursprünglichen Tiefe und Bedeutung zu vermitteln – mit Respekt, Achtsamkeit und Authentizität.

In der japanischen Geschichte waren Kultur und Kampfkunst keine Gegensätze. Die Samurai erhielten ihre Ausbildung in sogenannten Bunbugakko – Schulen, die sowohl militärisches Training als auch geistige Bildung vermittelten. Diese Tradition setzen wir fort: Neben den Kampfkünsten wie z.B. Jujutsu oder Kenjutsu (der Schwertkunst der Samurai) unterrichten wir auch die philosophischen Grundlagen,
die den Weg des Kriegers begleiten.
Doch Hagunkai ist mehr als ein Verein – es ist ein Zentrum lebendiger japanischer Kultur mitten in Wien. In Workshops zu Kalligrafie und Sumi-e, und den Vorträgen über Philosophie spiegelt sich der Geist des Bunburyodo: die Harmonie zwischen Geist und Körper, Kultur und Kampf. Hagunkai's Dojo Shinbukan(振武館) ist ein Ort, an dem japanische Tradition und Samurai Kampfkunst mit Hingabe bewahrt, gelebt und weitergegeben wird.

Die Tradition des Shinbukan

Das Shinbukan (振武館) ist das Dojo des Hagunkai und steht in der Tradition des Kotokan, einer traditionellen Schwertkampfschule, die im frühen 19. Jh. von Tsukada Kohei in Nagano eröffnet wurde. Geleitet wird sie in 6. Generation von Takano-Sensei, welcher mehrere Zweigstellen in Japan betreut und das Erbe dieser Koryu mit großer Hingabe vermittelt.

Chiba Shusaku Taira no Narimasa, der mit Abstand berühmtester Schwertmeister des 19. Jahrhunderts, gilt als Begründer dieser Tradition. Sie entwickelte sich während der stürmischen Bakumatsu-Zeit – einer Epoche tiefgreifender politischer und gesellschaftlicher Umbrüche in Japan – zur einflussreichsten Schwertschule ihrer Zeit. Zahlreiche bekannte Kenshi (Schwertkämpfer) studierten und meisterten diese Kunst, darunter auch der japanische Nationalheld Sakamoto Ryoma, eine zentrale Figur und Wegbereiter der Meiji Restoration.
Der Name Shinbukan (振武館) wurde von Takano-Sensei persönlich vergeben und steht für das mutige Ausüben und Verbreiten der Kampfkunst. Der Name lässt sich sinngemäß als „Ort, an dem Tapferkeit und Kampfgeist lebendig ausgedrückt und verbreitet werden“ verstehen.

Geleitet wird das größte Dojo Österreichs von Rafał Sasaki-Mroczek. Er ist der erste Ausländer, der in diese ehrwürdige Tradition eingeweiht wurde, und fungiert heute als deren offizieller Vertreter in Europa. Er lebte und trainierte mehrere Jahre in Japan und steht bis heute in direktem Austausch mit seinen Lehrmeistern vor Ort. Diese gelebte Verbindung zur Quelle prägt jede Trainingseinheit bei Shinbukan – spürbar in der technischen Präzision ebenso wie in der gelebten Etikette und inneren Haltung.

Unserer Trainer

RAFAŁ SASAKI-MROCZEK

Kancho | Trainer

Seit über 25 Jahren widmet sich Rafał mit Hingabe und Disziplin den klassischen japanischen Kampfkünsten. Er hat dabei eine Vielzahl von Stilen erkundet – von traditionellen Systemen bis hin zu modernen Interpretationen. Seine tiefe Faszination für die japanische Kultur führte ihn nach Japan, wo er mehrere Jahre unter der direkten Anleitung erfahrener Meister trainierte. Diese vielfältigen Erfahrungen erweiterten Rafałs Verständnis erheblich und festigten seinen weiteren Weg.


Im Jahr 2025 wurde Rafał offiziel als Schüler von Takano-Sensei angenommen. Er wurde damit der erste nicht-Japaner, der offiziell in diese ehrwürdige Tradition eingeweiht wurde, und dient seither als deren offizieller Vertreter in Europa.


In seinem Unterricht vereint Rafał präzise Techniken, geistigen Fokus und kulturelles Verständnis. Er vermittelt seinen Schülern weit mehr als bloße Techniken – nämlich Haltung, Verantwortung und die tieferliegende Bedeutung eines Weges, der Disziplin, Achtsamkeit und persönliche Entwicklung fördert.

Diese lebendige Verbindung zur Quelle ist in jeder Trainingseinheit im Shinbukan spürbar – sichtbar in der technischen Präzision, der gelebten Etikette und der inneren Haltung, die durch das Üben kultiviert wird.